Lernen vom Meister, verschiedene Lehren und Bücher

1ayqYoga Vidya Lebensgemeinschaft, Teil 9

Namaste und herzlich willkommen zur neunten Ausgabe des Yoga-Vidya-Lebensgemeinschafts-Podcasts, des Podcasts über Yoga Vidya Lebensgemeinschaften, über Leben in einer spirituellen Gemeinschaft. Mein Name ist Sukadev, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, www.yoga-vidya.de, und ich will dir etwas erzählen über die Grundlagen unserer spirituellen Gemeinschaft, insbesondere unserer Lebensgemeinschaft. Und ich mache das anhand der Biographie von Swami Sivananda, mindestens in diesen Teilen dieser Hörsendung. Ich spreche das Ganze ohne Skript, ich spreche es direkt so, wie es mir in den Geist kommt, deshalb stocke ich auch manchmal, deshalb ist es lebendig, deshalb spreche ich auch manchmal über etwas anderes als ich am Anfang ankündige. Ich hatte das letzte Mal gesprochen über Swami Sivanandas Treffen mit seinem Meister, Swami Vishwananda, und habe auch darüber gesprochen, wie es ist, eine intensive Beziehung zu haben zu einem spirituellen Meister und dabei eine reife Beziehung zu haben. Swami Sivananda, nach seiner Einweihung durch Swami Vishwananda, war nur kurz weiter mit Swami Vishwananda zusammen, denn Swami Vishwananda kehrte zurück nach Varanasi, gebot aber Swami Sivananda oder riet ihm, in Rishikesh zu bleiben und dort zu praktizieren. Swami Sivananda ließ sich nieder in dem Swarg Ashram, es gab ein paar Hütten, in denen er lebte, aber er blieb dann eine ganze Weile in dem, Was später als Swami Sivanandas Tapasya Kutir bezeichnet wurde, also eine kleine Hütte neben dem Ganges. Swami Sivananda war nur kurz mit Swami Vishwananda zusammen gewesen, er fühlte sich tief von ihm geführt, aber er musste jetzt Selbst auch überlegen: „Was praktiziere ich?“ Swami Sivananda hatte zum einen gelernt als Kind, als Jugendlicher, auch als Student hatte er Meditation gelernt, er hatte Asanas gelernt, Pranayama gelernt, er hatte von einem Swami in Malaysia die Grundlagen von Vedanta gelernt. Aber er hatte jetzt einen Swami Vishnudevananda als seinen Guru oder Zweitguru, Upaguru oder wie auch immer man das bezeichnen will, der ihm jetzt konkret Ratschläge gab, wie er das Leben führen sollte. Also, er hatte eigentlich als Meister Swami Vishwananda, den Satguru, zu dem er diese tiefe innere Beziehung hatte, aber er hatte zum anderen auch einen zweiten Guru, einen Swami Vishnudevananda, der auch im Swarg Ashram lebte und den er konkret fragte, wie er spirituell praktizieren sollte. Und Swami Sivananda hatte auch weitere Lehrer, von denen er etwas lernte. Swami Sivananda sagte auch gerne: „Verehre einen, aber lerne von vielen. Habe Hochachtung für viele, aber habe tiefe Hingabe zu einem.“ So ist es auch durchaus in der Yoga Vidya Ashramgemeinschaft. Wir fühlen uns ganz tief geführt von Swami Sivananda. Wir lassen uns lenken und leiten von Swami Sivanandas Schriften, Swami Sivanandas Segen. Wir öffnen uns für ihn, seine Bilder hängen überall herum, wir schließen ihn ein in unseren Kirtan-Gesängen und wir bitten immer wieder um Führung. Und wann immer wir wichtige Entscheidungen zu treffen haben, dort bitten wir um seinen besonderen Segen, wiederholen sein Mantra, öffnen uns für seine Führung. Aber wie Swami Sivananda lernen wir auch konkret von durchaus anderen Menschen. So wie, Swami Sivananda hatte einen zusätzlichen Meister, einen Swami Vishnudevananda, und er lernte ein intensives Hatha Meditation, Kundalini Yoga von einem TantraMeister. Er lernte Sanskrit von jemand anderem, denn er war ja nicht damit aufgewachsen, mit Sanskrit. Er lernte über die Vedanta-Philosophie wieder von jemand anderem. Er ließ sich von wieder jemand anderem anleiten zu Puja und Homa. So lernst du bei Yoga Vidya von verschiedenen Menschen. Und du lernst zum einen von verschiedenen Menschen, die Mitarbeiter sind bei Yoga Vidya, also Teil der Lebensgemeinschaft von Yoga Vidya, und es kann auch Sein, dass du eine enge Lehrer-Schüler-Beziehung bekommst zu einem, der bei Yoga Vidya ist. Yoga Vidya gibt es ja jetzt schon seit über zwanzig Jahren und es gibt eine ganze Reihe von Sevakas, die schon länger als zehn Jahre oder länger als fünf Jahre dabei sind. Und Wer seit mindestens fünf bis zehn Jahren dabei ist und insbesondere wenn er intensiv praktiziert und wenn er eine tiefe Hingabe hat zu Swami Sivananda, dann hat er schon einiges erreicht auf dem spirituellen Weg, er hat einiges an Erfahrungen, er hat einiges mitgemacht oder auch schon einiges an Erfahrungen gemacht, was Aspiranten voranbringt oder nicht. Du kannst dir einen aussuchen, jemanden, von dem du lernen willst. Du kannst ihn bitten oder sie bitten, es sind ja letztlich mehr Mitarbeiterinnen, mehr Gemeinschaftsmitglieder, die weiblich sind, als Mitarbeiter, du kannst also ihn oder sie bitten, ob er oder sie dich führen kann. Es gibt mache, die entwickeln so eine Lehrer-Schüler-Beziehung zu einem langjährigen Mitarbeiter und diese Lehrer-Schüler-Beziehung kann auch Jahre dauern. Nicht jeder hat das. Manche wollen von mir geführt werden – allerdings, ich bin relativ beschäftigt. Um eine tiefere Beziehung zu mir zu haben, brauchst du auch nicht so viel direkt mit mir persönlich zusammen zu sein. Du könntest es, du könntest dich für mein Assistenzteam bewerben, du könntest in meine Seminare gehen, du könntest bei den Satsangs relativ weit vorne sitzen und mir öfters kleine Fragen stellen. Das ist aber nicht nötig. Die tiefere Beziehung kann zu Swami Sivananda sein, sie könnte auch zu einem anderen Meister sein. Und du kannst auch von verschiedenen lernen. Wir haben einen, der hier sich besonders gut mit Sanskrit auskennt. Wir haben jemanden, der sich besonders mit Pranayama auskennt. Wir haben Menschen, die sich besonders gut mit Ayurveda auskennen, die sich mit Yoga-Psychologie auskennen, die sich mit Pujas und Homas auskennen. Du kannst also von verschiedenen lernen. Und wir haben natürlich auch jede Menge Gastlehrer, die Yoga mit anderem verbinden. So haben wir verschiedene indische Meister, die hierher kommen, wir haben Meister aus anderen Traditionen, wir haben Vipassana-Meister, buddhistische Meister, wir haben Menschen, die sich mit Christentum auskennen, wir haben Menschen, die sich mit Yoga-Therapie, MeditationPsychologie auskennen usw. Und manche unserer Mitarbeiter gehen auch mal zu anderen Seminaren, manche gehen zu Ammaji zu den Vorträgen, manche gehen zu Meera, manche gehen auch in unterschiedliche Ashrams in Indien. Du kannst von vielen lernen, dich von vielen inspirieren lassen, aber die Grundausrichtung ist Swami Sivananda. Das heißt also auch, das ist auch ein Teil unserer spirituellen Lebensgemeinschaft. Wie Swami Sivananda selbst, die Grundausrichtung auf einen Meister und eine Tradition. Die Lehren des Meisters auf reife Weise betrachten, dann zu schauen: „Wie lerne ich das, Was ich brauche? Lerne ich das hauptsächlich von einem Meister oder lerne ich das von mehreren seiner Schüler? Oder lerne ich das, indem ich in einer Gemeinschaft lebe, aber meinem eigenen Meister folge?“ Auch das muss man ja auch sehen, Swami Sivananda lebte im Swarg Ashram und Swarg Ashram war eine Ansammlung von Swamis, Mönchen, und auch anderen Aspiranten, z.B. Brahmacharis aber auch anderen, die verschiedenen Meistern folgte, aber zum Teil auch ihrem eigenen inneren Meister folgten. Yoga Vidya ist zwar insgesamt auf Swami Sivananda ausgerichtet, wie Swami Sivananda kann man aber auch von verschiedenen Meistern lernen, man kann aber auch von einem anderen Meister lernen und Schüler eines anderen Meisters sein oder auch einfach nur dem inneren Meister folgen, aber der klassischen Yoga-Tradition folgen. Klingt das jetzt etwas verwirrt, etwas konfus? Vielleicht, und das ist vielleicht auch die Stärke von Yoga Vidya, dass wir durchaus eine große Offenheit haben. Und dieses Grundprinzip wirst du immer wieder haben. Es gibt – man kann sagen –  eine Grundausrichtung, aber viele Variationen davon. Das ist schon bei Swami Sivananda angelegt, so lehrte es Swami Sivananda im Alltag, so lebte er auch und so machte er spirituelle Fortschritte. Und so machen wir es auch bei Yoga Vidya. Mehr darüber erfährst du auch auf den Internetseiten, da erfährst du auch noch mehr über unsere spirituelle Gemeinschaft und unsere Lebensgemeinschaft, unter www.yoga-vidya.de/Gemeinschaft, oder suche einfach in Google unter „Yoga Vidya Gemeinschaft“ oder „Yoga Vidya Lebensgemeinschaft“.

Dies ist eine Folge des Lebensgemeinschaft-Podcasts von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Hier geht es um die Yoga Vidya Gemeinschaft. Hier erfährst du, was es heißt, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, in einem Ashram. Das Konzept ist: Sinnvolles Leben für eine bessere Zukunft. Gemeinsam leben, Yoga praktizieren, gemeinsam mitwirken an einer besseren Zukunft. Willst du mehr darüber erfahren? Dann findest du viele Infos unter

ENDE

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Swami Sivanandas Lehren in der heutigen Zeit und was heißt das für die Lebensgemeinschaft

yoga vidya1Yoga Vidya Lebensgemeinschaft, Teil 8

Namaste und herzlich willkommen zur achten Ausgabe des Yoga-Vidya-Lebensgemeinschafts-Podcasts, des Podcasts über Lebensgemeinschaften, spirituelle Gemeinschaften, insbesondere über die Yoga Vidya Lebensgemeinschaft. Mein Name ist Sukadev, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, www.yoga-vidya.de. Und in dieser Podcastreihe spreche ich über unsere Lebensgemeinschaften, die Yoga Vidya Ashrams, was es heißt, bei uns Sevaka, also Gemeinschaftsmitglied, zu sein und für wen es vielleicht geeignet ist. Du erfährst einiges an Interna auch über unsere Gemeinschaft und du kannst überlegen: „Ist das für mich etwas?“ Der ein oder andere Sevaka hört vielleicht auch diesem Podcast zu, um etwas mehr zu erfahren über die Grundlagen unserer Gemeinschaft. Ich hatte das letzte Mal eigentlich versprochen, dass ich über Swami Sivanandas intensive Praxis sprechen wollte, bin dann aber mehr auf seine Beziehung zu seinem Meister, Swami Vishwananda, eingegangen und habe das verglichen mit unserer Beziehung zu Swami Sivananda. Vielleicht auch noch etwas, was man sich bewusst machen muss, ich sagte, wir fühlen uns als Schüler von Swami Sivananda, wir fühlen uns als Diener von Swami Sivananda, wir fühlen uns geführt von Swami Sivananda. Aber auch wenn wir uns geführt fühlen von Swami Sivananda, so sind wir uns doch bewusst, Swami Sivananda lebte in einem anderen Teil der Welt und er lebte zu einer anderen Zeit. So ist immer wieder eine große Herausforderung als reifer, spiritueller Aspirant, Was von dem, was der große Meister, der vor hundert Jahren gelebt hat, bis vor fünfzig Jahren, was ist von dem für uns heute wirklich von Relevanz und was ist das, was seine Essenz ist, womit führt er uns, und was von dem, was er gelehrt hat, ist vielleicht auf unsere heutige Zeit nicht so ganz anwendbar und auf unsere heutigen Umstände. Swami Sivananda lebte eben in Indien. Natürlich, er lebte auch in Malaysia, aber seine wichtige Lehrphase war von Ende der 20er Jahre bis Anfang der 60er Jahre in Indien. Und Swami Sivananda lebte in einem Ashram und zwar in einem indischen Mönchskloster. Es gibt verschiedene Arten von Ashrams und der Sivananda Ashram Rishikesh war eben ein Mönchskloster. Swami Sivananda lehrte zwar auch Westler, aber er lehrte eben auch Inder und er lehrte Insbesondere auch vor der Zeit der 60er Jahre. Und das gilt es, auch immer wieder zu beachten, das ist auch etwas, wo Sevakas, also unsere Lebensgemeinschaftsmitglieder, immer wieder sich bewusst Sein müssen. Swami Sivananda lehrte klassischen Yoga, er lehrte, wie man über die Verbindung von Jnana Meditation, Bhakti Yoga, Raja Yoga, Kundalini Yoga, Karma Yoga, Hatha Yoga zum Höchsten kommen kann. Swami Sivananda gründete eine spirituelle Gemeinschaft, den Sivananda Ashram und die Divine Life Society, eben erst in Rishikesh und dann mehrere hundert kleinere spirituelle Gemeinschaften, kleinere spirituelle Gemeinschaften, eben die Divine Life Society Zentren auf der ganzen Welt. Manche dieser Divine Life Society Zentren waren – man kann sagen – Treffpunkte, wo die Menschen sich ein-, zweimal die Woche trafen oder auch heute noch treffen, andere sind Ashrams, wo kleinere und größere Gemeinschaften entstanden sind. Was heißt das jetzt bei Yoga Vidya? Yoga Vidya, wir haben zwar auch momentan, 2013, eine Swamini, also eine Nonne, könnte man sagen, wir haben zwei Brahmacharis, eine Novizin, einen Novizen, die auch darauf warten, in den nächsten Jahren Swami zu werden, Mönch bzw. Nonne zu werden. Wir haben einige, die überlegen, in den nächsten Monaten oder Jahren Mönch oder Nonne zu werden. Das ist ein Aspekt. Aber die Mehrheit von Yoga Vidya ist eben nicht Mönch oder Nonne und beabsichtigt auch, dies nicht zu tun. Wir haben z.B. in Bad Meinberg ein Dutzend Familien, Familien mit vielleicht Vater, Mutter, Kind, Kinder oder auch Mutter mit Kind, auch einen Vater mit Kind, wir haben viele, die in Beziehungen leben, feste Beziehungen, verheiratete Beziehungen oder unverheiratet feste Beziehungen, wir haben Menschen, die Single sind und auf der Suche sind, jemanden zu finden, manche, die gerade sich frisch verliebt haben, manche, die sich gerade frisch getrennt haben usw. Also einen relativ kunterbunten Mix von Beziehungen. Das muss man Wissen und auch wissen, wenn Swami Sivananda doch relativ häufig über die Vorteile von Entsagung spricht, relativ häufig spricht über Vorteile, Mönch zu sein, Nonne zu Sein, Swami zu sein, wenn Swami Sivananda zum Teil etwas abfällig spricht über Sexualität, dann muss das relativiert werden. Wir bei Yoga Vidya sehen, dass Swami Sivananda in vielen seiner Bücher Menschen inspirieren wollte zu einem Leben als Mönch oder Nonne. Wir sehen aber auch, dass Swami Sivananda uns einen anderen Auftrag gegeben hat. So ähnlich wie Swami Sivananda von seinem Meister einen anderen Auftrag bekommen hat als Swami Vishwananda Selbst hatte. Der Meister kann durchaus eines leben und andere zu einer anderen Art von Leben inspirieren, so wie ja auch die Mehrheit der vielen Millionen Schüler von Swami Sivananda weltweit eben im Berufs- und Familienleben steht. Ich sage das deshalb, weil manchmal Menschen etwas befremdet sind von manchen Aussagen in den Büchern von Swami Sivananda. Wenn es dort irgendwo heißt, ohne Enthaltsamkeit ist kein spiritueller Fortschritt möglich. Ich selbst lebe in einer Beziehung und lebe eben nicht das Leben eines sexuell Enthaltsamen. Und ich merke auch, dass das meinem spirituellen Fortschritt jetzt keinen Abbruch tut. Man muss auch wissen, dass Swami Sivananda ein Mensch war, der mit großem Enthusiasmus geschrieben hat und auch gesprochen hat. Swami Sivananda hatte viele Schüler, die im Berufs- und Familienleben waren und nicht umsonst hat er in dem Vorstand der Divine Life Society Trust Funds, also des Trägers, Stiftung seiner Zentren und Ashrams, nur die Hälfte Swamis gehabt und die Hälfte waren Menschen im Berufs- und Familienleben. Das ist auch interessant, obgleich der Sivananda Ashram selbst ein Mönchskloster ist, sind die Hälfte der Vorstandmitglieder eben keine Mönche oder Nonnen, sondern es sind Menschen in Berufs- und Familienleben. Das zeigt auch, dass Swami Sivananda für den Alltag auch die anderen, also die Menschen in Berufs- und Familienleben hoch geschätzt hat. Wenn du das weißt, dass Swami Sivananda im Alltag viele Schüler hatte, aber den größten Teil seiner Bücher doch in den 30er und 40er Jahren geschrieben und konzipiert hatte, dann verstehst du, dass in seinen Büchern etwas mehr die Entsagung eine Rolle spielt, währenddessen in seinen Biographien, wie „Sivananda Yoga“ oder „Swami Sivananda, ein moderner Heiliger“ oder im Buch „Integraler Meditation“, in diesen Büchern wird viel mehr beschrieben, wie Swami Sivananda weniger Wert auf formelle äußere Entsagung gelegt hat, sondern viel mehr Wert darauf gelegt hat, Yoga wirklich zu praktizieren. Und letztlich, wie die Bhagavad Gita Menschen dazu inspirieren will, auf Wünsche und Erwartungen zu verzichten und weniger auf ein äußeres Leben in Partnerschaft und Familie. Ich habe da jetzt relativ viel Zeit damit verbracht, aber es ist mir ein Herzensanliegen, dass das alle verstehen. Wir haben bei Yoga Vidya eine große Hingabe an Swami Sivananda, wir spüren, dass er für uns einen Auftrag hat, wir spüren, dass er durch uns hindurch wirkt, wir spüren, dass wir nur durch seinen Segen zu tiefen spirituellen Erfahrungen geführt werden und wir sind uns gleichzeitig bewusst, dass das, Was Swami Sivananda schreibt, teilweise von den konkreten Lebensumständen von Swami Sivananda in einem indischen Ashram geprägt war und teilweise auch von indischen Werten geprägt war. Dennoch würden wir sagen, dass fünfundneunzig Prozent von dem, was in den Werken von Swami Sivananda steht, auch für uns heute direkt von Relevanz ist. Ich kann ein Buch von Swami Sivananda einfach aufschlagen und finde dort eine Antwort von ihm. Es gibt aber manchmal, wenn ich ein Buch von Swami Sivananda aufschlage, z.B. im Satsang morgens oder abends, also nach der Meditation für die Lesung, gibt es manchmal Sätze, die ich einfach überspringe, weil ich denke, in der Essenz passt das und vom Geist passt das, aber im Wörtlichen passt es nicht so. Das geht natürlich nicht nur mit Swami Sivananda so. Angenommen, man liest die Bibel, auch dort muss man immer wieder schauen: Was ist ewige Wahrheit, was ist das, was Offenbarung ist, was für heute gültig ist? Und was ist vielleicht aus der damaligen Zeit erklärbar und muss heute relativiert werden? So geht es mit allen Schriften aller spirituellen Traditionen, so geht es mit jedem Meister.

Soweit für heute und das ist auch etwas für jemanden, der in unsere Gemeinschaft kommt. Zum einen muss man immer aufpassen, dass man nicht zu einem Fanatiker wird, der Dinge zu wörtlich nimmt, zum anderen muss man aufpassen, dass man auch nicht zu jemandem wird, der Dinge zu sehr relativiert. Und es gilt auch, dass man sich nicht abschrecken lässt von Dingen, die man nicht sofort versteht, dass man aber die Inspiration bekommt. Wir sind auf der Basis von Swami Sivananda, wir fühlen uns inspiriert, wir sehen aber heute manches anders als man das damals in Indien der 30er und 40er Jahre gesehen hätte. Wir wollen das mit großer Demut tun, denn das ist natürlich die Schwierigkeit, Swami Sivananda war selbstverwirklicht, gottverwirklicht, hatte die Erleuchtung erlangt, wir haben es nicht erlangt. Wie können wir jetzt entscheiden, wie wir Leben, welchen Idealen wir folgen, wie machen wir das? Das ist immer eine Frage, der man sich mit Demut zuwendet und mit Demut angeht.

Das war es für heute, mein Name, Sukadev, von www.yoga-vidya.de. Und wenn du dieses ganze Thema spannend findest, eine sehr intensive spirituelle Praxis und dabei, während der intensiven spirituellen Praxis sich als Diener eines Meisters zu fühlen und dabei durchaus zu überlegen, was von den Lehren des Meisters heute anwendbar ist, wenn du zu dieser Art von Spiritualität bereit bist, überlege, ob die Yoga Vidya Lebensgemeinschaft vielleicht etwas für dich ist. Mehr Informationen darüber unter www.yoga-vidya.de/Gemeinschaft. Oder schaue einfach unter „Meditation spirituelle Gemeinschaft“ unter Google nach, dort wirst du schon auf unsere Seiten stoßen.

Dies ist eine Folge des Lebensgemeinschaft-Podcasts von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Hier geht es um die Yoga Vidya Gemeinschaft. Hier erfährst du, was es heißt, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, in einem Ashram. Das Konzept ist: Sinnvolles Leben für eine bessere Zukunft. Gemeinsam leben, Yoga praktizieren, gemeinsam mitwirken an einer besseren Zukunft. Willst du mehr darüber erfahren? Dann findest du viele Infos unter

Fortsetzung folgt in einer Woche

Spirituelle Führung durch Swami Sivananda

swami sivanan92Yoga Vidya Lebensgemeinschaft, Teil 7

Swami Sivanandas intensive Praxis in den 20er Jahren und was das heißt für die Spiritualität von Yoga Vidya.

Namaste und herzlich willkommen zum Lebensgemeinschafts-Podcasts von www.yoga-vidya.de. Mein Name ist Sukadev, ich bin Gründer und Leiter von Yoga Vidya, und ich spreche hier über einige Grundlagen der Yoga Vidya Lebensgemeinschaft. Wir sind gerade dabei, über Swami Sivanandas Lebens zu sprechen, oder eigentlich, ich bin dabei, über Swami Sivanandas Leben zu sprechen und darüber zu sprechen, was das heißt letztlich für die Spiritualität von Yoga Vidya. Yoga Vidya bezieht sich ja auf Swami Sivananda, diesem großen indischen Yogameister, der von 1887 bis 1963 gelebt hat. Swami Sivananda war 1922/1923 von Malaysia nach Indien ausgewandert. Nach einem Jahr Wanderzeit durch Indien ließ er sich nieder in Rishikesh. Rishikesh ist ein kleiner Ort – oder damals war es ein kleiner Ort – am Ganges, auf einer der großen Pilgerpfade, die sowohl zu Gangotri führen, also zu einer Quelle vom Ganges, wie auch zu anderen Heiligtümern. Und dort, wo Swami Sivananda sich niederließ, war der so genannte Swarg Ashram. Swarga heißt eigentlich Himmel, es ist also der Ashram, der zum Himmel führt. Und dieser Ashram war ein Ashram, der nicht auf einem Meister beruhte, sondern es war ein Ashram, der gegründet worden war eben für die Verpflegung von Pilgern. Ein paar Menschen ließen sich auch dauerhaft nieder, um dort dauerhaft zu praktizieren, aber die Mehrheit der Menschen lebte dort ein paar Tage oder ein paar Wochen oder ein paar Monate, um dann weiterzuziehen in die Orte, die weiter oben am Ganges waren. Swami Sivananda kam dorthin und überlegte, wie er weiter praktizieren soll. Dort traf er dann einen Meister namens Swami Vishwananda. Swami Vishwananda war ein selbstverwirklichter Heiliger der Vedanta-Tradition, also der Tradition der Einheit mit dem Unendlichen. Swami Vishwananda sah in Swami Sivananda den Schüler, Swami Sivananda sah in Swami Vishwananda den Lehrer. Intuitiv merkten die beiden, dass sie eine tiefe Verbindung hatten. Und so lernte Swami Sivananda von Swami Vishwananda zwar nur sehr kurz, die beiden blieben, manche sagen, nur ein paar Stunden, andere sagen, ein paar Tage zusammen, dann gab Swami Vishwananda dem Swami Sivananda die Einweihung in Sannyas. Sannyas heißt Entsagung, Sannyas ist das Gelübde des Mönches bzw. der Nonne. So wurde Swami Sivananda auch relativ zügig, also ohne lange Vorbereitung als Brahmachari, als Novize, eigentlich ohne irgendwelche Vorbereitung, direkt zum Swami geweiht. Swami Vishwananda war durchaus ein bekannter Swami aus Varanasi, also Benares, aber er war nur eine kurze Zeit in Rishikesh. Die beiden hielten zwar noch eine Weile Briefkontakt, aber wichtiger war, die beiden hielten einen spirituellen Kontakt, den Kontakt der spirituellen Beziehung. Diese ist schwierig zu beschreiben und man kann sagen, ähnlich wie Swami Sivananda Swami Vishwananda nur kurz gesehen hatte, so ähnlich hat von Yoga Vidya in Bad Meinberg oder auch in sonstigen Zentren und Ashrams niemand Swami Sivananda persönlich gesehen. Aber die tiefe innere Beziehung ist das, was uns besonders prägt. Swami Sivananda lernte von Swami Vishwananda durch seine Briefe und durch die kurze persönliche Beziehung, dann umso mehr durch die spirituelle Beziehung. Und so ähnlich ist es auch mit uns bei Meditation Vidya. Wir fühlen eine tiefe spirituelle Beziehung zu Swami Sivananda, wir verbinden uns mit ihm zum einen über die Bücher von Swami Sivananda, über die Bücher über Swami Sivananda, über die Fotos, die man sieht, und natürlich indem wir unser Leben der Weitergabe des Yogas in der Tradition von Swami Sivananda widmen. Manche haben tiefe Visionen von Swami Sivananda. Es ist gar nicht selten, dass Mitarbeiter bei uns, bei Yoga Vidya, also Lebensgemeinschaftsmitglieder, die Erfahrung haben, dass Swami Sivananda sie in der Meditation inspiriert. Wir spüren, dass Swami Sivananda uns etwas sagen will, dass er uns Aufgaben gibt. Und der einzelne spürt das mehr, der einzelne spürt das etwas weniger. Und indem wir spirituell praktizieren, fühlen wir uns noch mehr verbunden mit Swami Sivananda. Es heißt im klassischen Yoga, dass drei Dinge für den spirituellen Fortschritt hilfreich sind. Das eine ist die eigene Praxis, das zweite ist die Gnade Gottes, das dritte ist die Gnade des Meisters. Wenn wir bei Yoga Vidya in einer Lebensgemeinschaft zusammen Leben, einer spirituellen Lebensgemeinschaft, dann ist das von all diesen drei Dingen geprägt. Zum einen, intensive spirituelle Praxis. Wir wollen zum Höchsten kommen, wir wollen das Höchste erfahren, wir wollen Samadhi erfahren, darum geht es letztlich. Wir haben dieses hohe spirituelle Ideal. Und Menschen machen diese tiefe Erfahrung. Es gibt Menschen, die Gotteserfahrungen machen. Es gibt Menschen, die Erfahrungen des Überbewusstseins machen. Bei manchen ist es so, dass sie einen langsamen, beständigen Fortschritt machen, manche haben gar nicht das Gefühl, große intensive spirituelle Erfahrungen zu haben, aber sie spüren eine doch tiefe Verbundenheit und eine gleichmäßig Verbundenheit. Andere haben diese Erfahrungen schneller. Aber in jedem Fall geht es um intensive eigene spirituelle Praxis. Als zweites geht es darum, das als Dienst zu Gott zu machen. Wir wollen nicht nur selbst die höchste Verwirklichung erreichen, wir wollen es im Dienst Gottes machen. Und wir wissen auch, es geht nicht allein durch eigene Anstrengung, sondern die Hingabe an Gott ist wichtig. Und so ist das zweite Element, wir öffnen uns für göttliche Gnade. Ein drittes ist eben der spirituelle Meister. Swami Sivananda inspiriert uns, Swami Sivananda führt uns. Dieses Gefühl der Verbundenheit und der Führung ist auch wiederum bei jedem Menschen etwas unterschiedlich. Bei Yoga Vidya sind auch Sevakas, die andere Meister verehren und in deren Tradition man vielleicht nicht in einer Lebensgemeinschaft leben kann. Und es gibt Menschen, die sich eher als Freigeister fühlen, froh sind, dass sie eine spirituelle Lebensgemeinschaft gefunden haben, wo man gemeinsam praktiziert, wo Menschen einen gewissen Freiraum haben, wo Menschen auch weltliche Absicherung haben, Versicherungen, wie Krankenversicherung, Unfallversicherung und Rentenversicherung usw. Und sie schätzen es, in dieser spirituellen Schwingung zu Sein. Aber diejenigen, die lange bei Yoga Vidya bleiben, die haben eine tiefe Beziehung zu Swami Sivananda. Und ich sage auch gerne, wer bei uns wirklich glücklich ist, der fühlt sich sehr stark geführt von Swami Sivananda. Und wenn man sich mal nicht so gut fühlt, dann sollte man vielleicht auch daran arbeiten, seine Beziehung zu Swami Sivananda zu vertiefen. So wie Swami Sivananda in Rishikesh sich niedergelassen hatte, nur kurz den Swami Vishwananda gesehen hatte, aber sich für den Rest seines Leben von Swami Vishwananda geführt gefühlt hat, so ähnlich ist es auch bei uns. Auch wenn wir Swami Sivananda nicht persönlich gesehen haben, wir fühlen uns von ihm geführt und wir wollen uns seinem Segen öffnen und wir wollen das, Was wir tun, auch in seinem Dienst tun. Swami Sivananda wollte Aspiranten zum Höchsten führen, Swami Sivananda wollte aber auch mithelfen für eine bessere Welt. Und so wollen wir in diesem Dienst an Swami Sivananda uns engagieren für eine bessere Welt. Willst du daran mitwirken? Willst du auch eine bessere Welt schaffen, indem du Spiritualität vertiefst, indem du spirituelle Lebensgemeinschaften mit aufbaust, mit weiter entwickelst, als Gegengewicht zur westlichen kapitalistischen Gesellschaft, als Gegengewicht für die immer mehr vereinzelte Gesellschaft? Dann überlege doch mal, ob du vielleicht bei Meditation Vidya mitwirkst. Mehr Informationen darüber findest du unter www.yoga-vidya.de. Dort gib oben rechts „Gemeinschaft“ ein oder „Lebensgemeinschaft“ und dort findest du viele Informationen, was es heißt, bei Yoga Vidya Lebensgemeinschaftsmitglied zu sein.

Alles Gute, bis zum nächsten Mal!

Dies ist eine Folge des Lebensgemeinschaft-Podcasts von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Hier geht es um die Yoga Vidya Gemeinschaft. Hier erfährst du, was es heißt, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, in einem Ashram. Das Konzept ist: Sinnvolles Leben für eine bessere Zukunft. Gemeinsam leben, Yoga praktizieren, gemeinsam mitwirken an einer besseren Zukunft. Willst du mehr darüber erfahren? Dann findest du viele Infos unter

Fortsetzung folgt in einer Woche

Ashramleben – ideal für spirituelles Wachstum und um Gutes zu bewirken

13Yoga Vidya Lebensgemeinschaft, Teil 6

Swami Sivananda verlässt Malaysia und zieht nach Himalaya.

Namaste und herzlich willkommen zur sechsten Ausgabe des Yoga-Vidya-Lebensgemeinschafts-Podcasts, des Podcasts über die Meditation Vidya Lebensgemeinschaften. Ich bin gerade dabei, die Geschichte von Swami Sivananda zu erzählen, seine Biographie und wie die verschiedenen Stationen von Swami Sivanandas Biographie sich letztlich reflektieren in den Grundprinzipien von Yoga Vidya. Yoga Vidya ist ja letztlich so etwas wie das Werk von Swami Sivananda, auf kreative Weise, auf neuartige Weise, auf sich immer wieder neu erfindende Weise, aber es ist Swami Sivanandas Energie und Segen, der bei Yoga Vidya stark ist. Man kann auch sagen, wenn du den Segen von Swami Sivananda besonders stark spüren willst, das erfährst du in einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft. Es gehört ja zum spirituellen Leben dazu, einem Meister zu dienen, es gehört dazu, sich auf den Meister einzustimmen, und das geht besonders gut, indem du in einen Ashram gehst. Wenn du in einem Ashram bist, dienst du dem Meister. Wenn du in einem Ashram bist, spürst du die Schwingung des Meisters, der besonders gegenwärtig ist dort. So kannst du dich Swami Sivananda gegenüber öffnen, du kannst das Gefühl der Führung bekommen. Bei uns, bei Yoga Vidya, wird das nicht sehr aktiv doktrinär befürwortet. Es ist nicht so, dass du bei der Aufnahmen erklären musst, „ich fühle mich als Schüler von Swami Sivananda“, sondern es ist einfach in der Atmosphäre. Und diejenigen, die länger hier sind, sind meistens auch deshalb hier, weil sie ein starkes Gefühl der Nähe zu Swami Sivananda haben und seinem Werk dienen wollen. Und so kann es auch deine Zeit bei Yoga Vidya besonders tief machen, wenn du dir sagst: „Ja, ich möchte genau das, ich möchte dem Werk Swami Sivanandas dienen, ich möchte mich dafür engagieren.“ Swami Sivananda war Arzt in Malaysia, wie ich das letzte Mal gesagt hatte, er engagierte sich sehr intensiv. Aber dann kam um 1922 so eine gewisse Krise, man kann sagen, als Fünfunddreißigjähriger. Er erkannte, dass seine Versuche, die Menschen zu heilen, nicht ausreichend waren. Menschen starben trotz all seiner medizinischen Kunst. Er hatte zwar heilende Hände, aber konnte nicht jeden heilen. Er hatte diese wunderschöne Verbindung aus Schulmedizin, Ayurveda-Ratschläge, Naturheilkunde, Hatha Yoga, Positivität usw. Er hatte einen ganz modernen, großartigen Ansatz, trotzdem, der Heilkunst der Ärzte sind Grenzen gesetzt. Und auch wenn Swami Sivananda ein spiritueller Mensch war und täglich meditierte, täglich sein Yoga übte, regelmäßig Mantras sang, auch öffentlich Satsangs anleitete, viele spirituelle Bücher las, wusste er irgendwann, es reicht nicht aus. In der Welt zu helfen, mag ganz schön Sein, aber es reicht nicht aus. Letztlich geht es darum, Gott zu verwirklichen. Letztlich geht es darum, zu einer höheren Wirklichkeit zu kommen. Und Swami Sivananda erkannte, das geht auf die Dauer am besten nicht im normalen Leben, sondern es geht am besten in einem Ashram. Es geht am besten, wenn man sich aus dem normalen Leben zurückzieht. Und so verließ Swami Sivananda Malaysia, etwa im Jahr 1923, manche sagen 1922, bekannt ist, dass er 1923 in Rishikesh ankam. Er war dann ein Jahr auf der Suche nach einem Ort, wo er praktizieren konnte. Und so fand er um 1923 zu seinem Guru, einem Swami Vishwananda, in Rishikesh. Auch das ist etwas, worüber du nachdenken kannst. Yoga ist für den Alltag und wir bei Meditation Vidya lehren ja auch, dass Yoga überall gelehrt werden kann. Du kannst Yoga sowohl üben, als auch im Kleinen weitergeben, als Finanzbeamter, du kannst als Computerprogrammierer tätig sein, du kannst Mutter und Hausfrau sein, du kannst Mutter und berufstätig sein, du kannst im Rentenalter sein, in jedem Lebensstadium kann Yoga dein Leben bereichern. Aber wenn du wirklich im Yoga tief gehen willst, wenn es dir wirklich darum geht, spirituelle Verwirklichung zu erreichen, wenn es dir wirklich darum geht, die Selbstverwirklichung zu erreichen, dann gibt es nichts besseres, als in einem Ashram zu leben und zu wohnen und zu praktizieren. Wenn du wirklich interessiert bist, Gott zu erfahren, dann überlege, ist es dir nicht möglich, dort hin zu kommen. Du wirst auf die ein oder andere Bequemlichkeit verzichten in einem Ashram, du wirst andere Bequemlichkeiten bekommen, aber vor allem wirst du die ideale Umgebung bekommen, um spirituell zu wachsen. Noch ein Weiteres ergibt sich aus dieser Episode aus Swami Sivanandas Leben. Swami Sivananda bewirkte sehr viel als Arzt, er bewirkte viel als Mediator, man kann sagen, als Vermittler zwischen dem Management und den Arbeitern, insbesondere erwirkte er sehr viel für die Arbeiter. Er wirkte sehr viel auch als Ratgeber für die Menschen und auch als solcher, der sich einsetzte gegen Analphabetismus usw. Aber er merkte, das, Was die Menschen am wichtigsten brauchen, ist spirituelles Wissen. Egal, wie gesund Menschen werden, irgendwann werden sie trotzdem sterben. Egal, was man für die Menschen tut, irgendwann wird es nicht mehr ausreichend sein. Alles auf dieser physischen Welt hat ein Ende. Das Wichtigste, was man machen kann für Menschen, ist, Spiritualität weitergeben. Du kannst als Yogalehrer tätig Sein, du kannst Menschen zum spirituellen Erwachen führen, aber in Ashrams, in spirituellen Gemeinschaften, erfahren die Menschen das größte Erwecken. Und die Ashrams suchen weitere Menschen. Die Ashrams brauchen Menschen, denen sie helfen können, bzw. die Ashrams brauchen – wie kann man sagen – Menschen, die sich engagieren, um weiterzugehen. Man könnte noch so viel machen, wenn wir mehr engagierte Menschen hätten. Wir könnten die Welt spiritualisieren, wir könnten mehr Menschen zur Spiritualität führen. Was dazu wichtig wäre, ist, mehr spirituelles Wissen verbreiten. Das erreicht man, indem mehr Menschen in die Ashrams gehen, um sich dort zu engagieren. Wenn du also wirklich Gutes bewirken willst in der Welt und denkst, dass Spiritualität weiterzugeben wichtig ist und dass es vielleicht gerade jetzt in Europa das Wichtigste ist überhaupt, was du machen kannst, dann sei dir bewusst, du kannst das nirgendswo effektiver machen als in einer Lebensgemeinschaft. Ein Mensch kann eines tun, viele Menschen können sehr, sehr viel tun. Es multiplizieren sich die Anstrengungen verschiedener Menschen.

Ja, mein Tipp wäre, probiere es doch mal aus, ob du dich engagieren kannst, ob du wirklich spirituell wachsen willst und bereit bist, eben dein Leben danach auszurichten, eben als Mitarbeiter oder Mitglied einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft. Mehr darüber findest du auf den Internetseiten unter www.yoga-vidya.de.  Da findest du oben rechts das Suchfeld, da gib ein „Gemeinschaft“ oder „Lebensgemeinschaft“, so findest du viele Informationen, Was es heißt, Mitglied der Meditation Vidya Lebensgemeinschaft zu sein.

Alles Gute, Om Shanti! Shanti heißt Frieden, Frieden für Körper, Geist und Seele, aber ein engagierter Frieden.

Dies ist eine Folge des Lebensgemeinschaft-Podcasts von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Hier geht es um die Yoga Vidya Gemeinschaft. Hier erfährst du, was es heißt, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, in einem Ashram. Das Konzept ist: Sinnvolles Leben für eine bessere Zukunft. Gemeinsam leben, Yoga praktizieren, gemeinsam mitwirken an einer besseren Zukunft. Willst du mehr darüber erfahren? Dann findest du viele Infos unter

Fortsetzung folgt in einer Woche

Engagiert leben in einer spirituellen Gemeinschaft – wie Swami Sivananda in Malaysia

sukadev37Yoga Vidya Lebensgemeinschaft, Teil 5

Swami Sivananda auf Malaysia

Namaste und herzlich willkommen zur fünften Ausgabe des Yoga-Vidya-Lebensgemeinschafts-Podcasts, des Podcasts über die Meditation Vidya Lebensgemeinschaft, indem du einiges hörst über die Grundlagen von Yoga Vidya als Lebensgemeinschaft. Worauf ist unsere Lebensgemeinschaft aufgebaut? Was heißt überhaupt Yoga Vidya Lebensgemeinschaft? Was ist ein Leben im Ashram? Und vielleicht kannst du ja auch überlegen, ob in einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft zu leben, etwas auch für dich sein könnte. Ich bin dabei, so ein bisschen die Geschichte aufzuzählen und was die Geschichte letztlich mit dem modernen Yoga Vidya zu tun hat. Wir sind bei Swami Sivananda. Swami Sivananda wanderte nach Malaysia aus, er wanderte aus, um zu helfen, er wanderte aus, um dort in einem Krankenhaus zu dienen als Arzt und später auch als Leiter eines Krankenhauses. Swami Sivananda übernahm dort auch die Leitung des Krankenhauses, um eben frei zu Sein für seine Mischung. Was für eine Mischung? Die Mischung aus westlicher Schulmedizin, Hatha Yoga, Ayurveda, auch seine eigenen heilenden Fähigkeiten. Er merkte, dass er heilende Hände hatte, viele Menschen wurden durch seine Hände geheilt, wenn die Medizin und die Naturheilkunde nichts gebracht hatten. Er war auch sehr engagiert darin, Menschen kostenlos zu behandeln, er benutzte sein Medizinergehalt, Ärztegehalt, um mittellosen Patienten Medizin zu geben. Diejenigen, die nicht im Krankenhaus zugelassen wurden, quartierte er zum Teil in seiner eigenen Wohnung ein. Er wollte Gutes für Menschen tun. Auch das ist bei Yoga Vidya ein wichtiges Prinzip, wir wollen Menschen helfen, wir wollen Menschen dienen, wir wollen, dass auch die Heilwirkung des Yogas verbreitet wird. Wir verbinden das auch mit Schulmedizin, im Sinne von, dass Menschen auch ermutigt werden, auch zu einem normalen Arzt zu gehen, nicht nur auf Yoga-Therapie zu setzen. Diese Verbindung ist etwas Wichtiges. Swami Sivananda beschränkte sich aber nicht nur auf körperliche Heilung, Swami Sivananda studierte auch die Yoga-Psychologie, er studierte die westliche Psychologie, er beschäftigte sich insbesondere auch mit der so genannten Neugeist-Bewegung, wo es auch um positives Denken geht. Und manche, gerade der Dinge, die man findet im Thoughtpower, also Kraft der Gedanken, wie auch in seinem berühmten Buch „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“, eine Verbindung von Raja-Yoga-Techniken mit den Techniken der Neugeist-Bewegung, des positiven Denkens, welches gerade so um 1900 im Westen besonders populär war. Er befasste sich auch mit der Psychoanalyse, auch da findet man einige Ansätze in seinen Büchern. Auch das spielt wiederum bei Yoga Vidya eine Rolle. Wir verbinden das klassische Yoga auch mit Erkenntnissen der Psychologie und der Psychotherapie. Wir verbinden es auch mit den Erkenntnissen der systemischen Psychologie, der Gestalttherapie und vielem anderen. Es geht eben darum, zu heilen. Yoga kann einiges dazu beitragen, manchmal braucht es auch psychotherapeutische Sachen dafür. Aber es geht nicht nur darum, zu heilen, es geht darum, auch Selbstbewusstsein zu bekommen. Und Swami Sivananda war auch jemand, der gesagt hatte, „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“. Swami Sivananda war für ein engagiertes Leben. Swami Sivananda war spirituell von der Kindheit an, aber das hieß nicht, dass er sich vom Leben zurückgezogen hat, im Gegenteil, er war sehr dynamisch und sehr aktiv. Wenn man es sich überlegt, was er alles gemacht hat: Er war Leiter des Krankenhauses, er machte zusätzlich gemeinnützige Tätigkeit als Arzt. Er quartierte Patienten in seiner Wohnung ein. Er war außerdem tätig als Vermittler zwischen dem Management der Kautschukplantage, wo das Krankenhaus war, und den Arbeitern. Er etablierte eine Bibliothek. Alle Bücher, die er selbst hatte – und Swami Sivananda las sehr viel – gab er den Arbeitern auch zur Lese-Bibliothek. Swami Sivananda macht öffentliche Kirtan-Veranstaltungen, also auch Mantrasingen. Und Swami Sivananda studierte weiter auch spirituelle Werke. Wenn man sich so überlegt, Was er alles machte, das ist schon unglaublich. Zusätzlich wurde er auch immer wieder von Menschen gefragt, er war wie ein persönlicher Ratgeber. Es gab ja wahrscheinlich auch kaum Seelsorge, würde man sagen. Es waren ja Hindus, die dort in der Katschukplantage waren. Sie gingen zu Swami Sivananda hin. Also, ein intensives Leben, ausgerichtet spirituell, anderen Menschen zu helfen und keine Angst vor Herausforderungen. Auch das heißt es, in der Meditation Vidya Lebensgemeinschaft zu sein. Wir sind jetzt kein Retreat-Ashram im Sinne von, dass Menschen einfach nur meditieren und ansonsten gemütlich durch den Wald gehen und irgendwo hoffen, dass alles von Selbst passiert. Wir sind Recht aktiv, aber jeder nach seinen eigenen Fähigkeiten. Wir haben so eine Mindest-Sevazeit von 42 Stunden pro Woche, was einschließt auch Mantrasingen, was auch einschließt, wenn du ein Ritual machst, wenn du unterrichtest usw. Effektiv bist du in deinem eigenen so genannten Seva-Bereich, also Arbeitsbereich, normalerweise 36 Stunden pro Woche. Da kann man sagen, etwas weniger als Normalarbeitszeit im Alltag. Aber andere sind 70 Stunden pro Woche tätig, manche brauchen nur ein paar Stunden Schlaf. Manche müssen es etwas langsamer angehen und manche haben die Energie, sehr viel zu machen. Bei Yoga Vidya ist dynamische Tätigkeit auch angesagt. Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung heißt nicht nur außerhalb eines Ashrams, sondern es heißt, im Ashram intensiv sich zu engagieren. Und das ist etwas, was viele Menschen in der Yoga Vidya Lebensgemeinschaft so schätzen lernen, dass man relativ zügig in Verantwortung hineinwachsen kann, dass man relativ zügig Dinge anvertraut bekommt, dass man seine eigenen kreativen Ideen umsetzen kann, dass man in neue Herausforderungen kommt, immer wieder neu gefordert wird. So entwickelst zu dich in deiner Persönlichkeit, so entwickelst du dich in deiner Ausstrahlung, so entwickelst du dich in Selbstbewusstsein. Und mit dieser Energie und Kraft, die du bekommst dadurch, dass du im Alltag intensiv tätig bist, kannst du dann auch zur Meditation gehen, du kannst dein Karma, deine Aufgaben und Lektionen, schneller ausarbeiten und du kannst zügiger zur höchsten Verwirklichung kommen. Erwarte also nicht, dass Leben in einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft ein gemütliches Leben heißt. Es ist vielleicht gemütlicher als vieles andere auf der Welt, es muss aber nicht Sein, es ist in jedem Fall engagiert und hilft dir, spirituell zu wachsen.

Das war es für heute, beim nächsten Mal werde ich dir etwas mehr erzählen über die spätere Zeit, wie Swami Sivananda dann auch das Krankenhaus in Malaysia verlassen hat und was das wiederum heißt für die Yoga Vidya Lebensgemeinschaft.

Bis bald, alles Gute! Mehr über Yoga Vidya Lebensgemeinschaften findest du auch auf http://www.yoga-vidya.de.

Dies ist eine Folge des Lebensgemeinschaft-Podcasts von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Hier geht es um die Yoga Vidya Gemeinschaft. Hier erfährst du, was es heißt, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, in einem Ashram. Das Konzept ist: Sinnvolles Leben für eine bessere Zukunft. Gemeinsam leben, Yoga praktizieren, gemeinsam mitwirken an einer besseren Zukunft. Willst du mehr darüber erfahren? Dann findest du viele Infos unter

Fortsetzung folgt in einer Woche

Weitergabe spirituellen Wissens als Aufgabe der Yoga Vidya Lebensgemeinschaft

yl-01Yoga Vidya Lebensgemeinschaft, Teil 4

Namaste und herzlich willkommen zum Meditation-Vidya-Gemeinschafts-Podcasts, des Podcasts über Lebensgemeinschaft Yoga Vidya. Was heißt es, in einem Ashram zu wohnen? Was heißt es, in einer spirituellen Lebensgemeinschaft zu wohnen? Mein Name ist Sukadev, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Heute möchte ich weiter sprechen über Swami Sivananda. Swami Sivananda, der ja auch einen großen Ashram in Indien gegründet hatte, man kann sagen, eine große indische Ashram-Lebensgemeinschaft. Swami Sivananda war geboren in einer Familie von frommen Brahmanen, er ging auf eine christliche Missionsschule, er genoss eine Erziehung, die indische Tradition und westliche Tradition miteinander verbunden hat. Das war letztlich dann auch wie ein Grundthema, wie ein Motto von Swami Sivananda, Modernes und Traditionelles verbinden, das Christliche mit dem Hinduistischen. Man kann auch sagen, die verschiedenen spirituellen Traditionen verbinden, wie auch die verschiedenen Medizinrichtungen verbinden. Darüber hatte ich schon das letzte Mal gesprochen. Swami Sivananda wanderte aus nach Malaysia. Es ist nicht ganz klar, warum und wieso, aber Swami Sivananda studierte Medizin, er lernte auch Ayurveda und Hatha Yoga, er beschäftigte sich mit westlicher Naturheilkunde, unter anderem auch mit Kneipp, und er gab eine Zeitschrift heraus, Ambrosia. Swami Sivananda war es von Anfang an daran gelegen, das Wissen weiterzugeben. Und auch in dieser Tradition stehen wir bei Yoga Vidya. Swami Sivananda begann schon in seinen Zwanzigern alles, was er wusste, weiterzugeben, so viel wie möglich kostenlos. So ähnlich setzten wir ja bei Yoga Vidya sehr viel auch ins Internet. Wir setzen z.B. diesen Podcast ins Internet. Es gibt inzwischen über zwanzig verschiedene Yoga Vidya Podcastkanäle, wir haben viele Videos, wir haben ganze Bücher, jede Menge Artikel, ein gesamtes Yoga Wiki, all das wollen wir weitergeben. Wir sind inspiriert von Swami Sivananda, der gemeint hatte, alles gute Wissen muss öffentlich zugänglich Sein. Zu seinen Zeiten war das ein großartiger Versuch, heutzutage ist das fast Wirklichkeit und Yoga Vidya beteiligt sich auch daran. Wenn du in einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft bist, sei dir bewusst, auch das spielt eine Rolle. Wir wollen Yoga weitergeben und wir wollen auch so viel wie möglich kostenlos weitergeben, wir wollen moderne Medien nutzen. Swami Sivananda hatte selbst das, Was damals modern war, zunächst seine Zeitschrift. Er schrieb in dieser Zeitschrift in der damaligen Weltsprache Englisch, obgleich es die Sprache der Kolonialherrscher war. Swami Sivananda nutze später auch kleinere Flugblätter, Handouts, wie wir heute sagen würden, er schrieb Bücher, er verschenkte Bücher, er hatte ein Fotostudio im Ashram und er hatte auch ein Filmstudio im Ashram, er produzierte Schallplatten, all das, was in Indien ganz neu war. Diese Offenheit für neue Techniken und für moderne Medien, auch das gehört zu Swami Sivananda und auch das gehört zu Yoga Vidya. Wenn du also in einen Ashram gehen willst, in dem du eher mittelalterliche Technik vorfinden willst, dann bist du bei Meditation Vidya nicht ganz richtig. Wir nutzen die moderne Technik auch, um klassisches, traditionelles Yoga weiterzugeben. Wir nutzen die moderne Technik, um spirituelles Wissen weiterzugeben. Wir bleiben aber auch beim ganz Klassischen und Traditionellen. Die Meditation geschieht weiter so wie früher. Die Mantras sind die gleichen Mantras, die vor Tausenden von Jahren rezitiert wurden. Und die Asanas und Pranayamas sind die gleichen, die seit mindestens ein paar hundert Jahren praktiziert werden, vielleicht seit einigen Jahrtausenden. Und die höchste Verwirklichung, die ist das, worum es geht. In dieser Hinsicht kannst du auch wiederum sagen, schon in Swami Sivananda war diese Tradition und diese Moderne angelegt. In dieser Hinsicht ist es auch bei Yoga Vidya, klassisches Yoga, modernes Weitergeben. Das macht auch die Schönheit aus. Wer bei Yoga Vidya ist, hat die Möglichkeit zum Internetanschluss. Wer bei Yoga Vidya ist, hat die Möglichkeit, Internetvideos anzuschauen. Wer bei Yoga Vidya ist, kann sich auch engagieren, Selbst Yoga auch übers Internet weiterzugeben, und kann auch uralten Meditationspraktiken folgen und wer will, auch ins Internet stellen. Yoga Vidya ist kreativ, Yoga Vidya ist offen für neue Ideen. Wenn du zu Yoga Vidya hinkommen willst, sei bereit, neue Ideen einzubringen. Du musst es nicht, aber wir freuen uns darüber, wenn immer wieder neue Ideen zu uns hinkommen.

Wenn du neugierig bist auf Yoga Vidya als Lebensgemeinschaft, dann komme doch mal zu uns. Wenn du noch nie bei Yoga Vidya warst, ist am besten, du machst mal ein Einführungsseminar mit, was an jedem Wochenende z.B. in Bad Meinberg, im Westerwald und im Yoga Vidya Ashram Allgäu stattfindet und mache dann auch gleich einen Termin aus im so genannten Seva-Büro. Das ist dort, wo neue Mitarbeiter Informationen bekommen können. Alle Informationen findest du auf www.yoga-vidya.de.

Dies ist eine Folge des Lebensgemeinschaft-Podcasts von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Hier geht es um die Yoga Vidya Gemeinschaft. Hier erfährst du, was es heißt, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, in einem Ashram. Das Konzept ist: Sinnvolles Leben für eine bessere Zukunft. Gemeinsam leben, Yoga praktizieren, gemeinsam mitwirken an einer besseren Zukunft. Willst du mehr darüber erfahren? Dann findest du viele Infos unter

Fortsetzung folgt in einer Woche

Swami Sivananda und die Yoga Vidya Lebensgemeinschaft

swamsiw39Yoga Vidya Lebensgemeinschaft, Teil 3

Hari Om und herzlich willkommen zur dritten Ausgabe des Yoga-Vidya-Gemeinschafts-Podcasts, dem Podcast über die Yoga Vidya Lebensgemeinschaften.  Du erfährst etwas mehr über die Hintergründe der Yoga Vidya Lebensgemeinschaften, du erfährst einiges, was es heißt, bei Yoga Vidya zu Leben und zu arbeiten. Du kannst überlegen, ist das etwas für dich? Und du erfährst auch einiges über die Geschichte der Yoga Vidya Lebensgemeinschaften und worauf es ankommt. Vielleicht erfährst du auch die ein oder andere schöne Anekdote, vielleicht erfährst du die ein oder andere interessante Geschichte, sowohl von meinem Leben, wie auch dem Leben von Swami Sivananda, Swami Vishnudevananda und anderen Gemeinschaftsmitgliedern. Das letzte Mal hatte ich ja etwas erzählt über die klassische indische Ashramgemeinschaft wie es in grauer Vorzeit war, heute möchte ich ein paar Dinge erzählen über Swami Sivananda. Swami Sivananda war ja ein indischer Arzt, schon von Kindheit an war er auch spirituell interessiert, er machte als Kind schon spirituelle Erfahrungen. Sein Vater war ein frommer Brahmane, der im indischen Staatsdienst war, das heißt, er war am Hof eines indischen Maharajas, der letztlich im Rahmen der englischen Kolonialherrschaft eine gewisse Selbstständigkeit hatte und einen kleinen indischen Staat dort leitete. Und dieser Brahmane hatte auch jeden Morgen Pujas gemacht, Swami Sivananda hatte dort intensive Erfahrungen. Schon als Jugendlicher kam er dann zum Hatha Yoga, er lernte auch die Kalari, die südindische Kampfkunst, er kam in Kontakt mit Lehren von Prana, von Ayurveda usw. So wollte er sein Leben dem Dienst der Menschheit widmen, er studierte westliche Medizin, kam auch in Kontakt zu westlicher Naturheilkunde, er lernte auch Kneipp, er lernte auch etwas über englische Naturheilkunde. Er verband so in einer Zeitschrift, die er gründete, Ambrosia, die westliche Schulmedizin mit westlicher Naturheilkunde, mit indischem Hatha Meditation und Ayurveda. Auch das ist heute für Yoga Vidya charakteristisch. Swami Sivananda hatte diese verschiedenen Impulse zusammengebracht, klassisch indische Spiritualität in Verbindung mit westlicher Naturheilkunde, in Verbindung mit westlicher Spiritualität. Swami Sivananda war ja auch auf eine christliche Missionsschule gegangen und manches von dem, Was Swami Sivananda schrieb und lehrte, versteht man, wenn man weiß, Swami Sivananda hat sich sehr intensiv mit Christentum auseinandergesetzt. Er kannte die Bergpredigt auswendig und in vielen seiner Schriften sind die Prinzipien der Bergpredigt eingeflossen. All das spielt auch bei Yoga Vidya eine Rolle. Wir bei Yoga Vidya sind ausgerichtet auf klassische indische Spiritualität, wir Leben und lehren auch die alten Schriften, wie die Upanishaden, die Bhagavad Gita, die Bhakti Sutras, die Yoga Sutras, Schriften von Shankara, also sehr alte Spiritualität. Wir verwenden die Yoga-Ausdrucksweise. Wenn wir uns miteinander unterhalten, dann werden immer wieder Sanskrit-Ausdrücke in die Unterhaltung einfließen. Wenn du auf unsere Internetseiten gehst, in unserem Haus, in den Ashrams und Zentren, siehst du indische Bilder von indischen Gottheiten, die wir nicht als eigene Götter interpretieren, sondern als Manifestation des einen Unendlichen. Wir sind ausgerichtet auf die Yoga-Ideale, auf die Selbstverwirklichung, die Erleuchtung, Samadhi. Ja, wir wollen das Höchste erreichen, wir wollen miteinander wachsen, wir wollen nicht einfach nur irgendwie Leben, wir wollen die Einheit mit dem Göttlichen erfahren. Das sind alles klassische indische Prinzipien. Diese indische Spiritualität wird aber auch mit anderen spirituellen Traditionen gekoppelt. Wir haben einige unserer Gemeinschaftsmitglieder, die auch buddhistischer Meditation folgen. Wir haben hier einen ehemaligen katholischen Priester, der aber weiter dem Katholischen gut verbunden ist. In unserem Ashram im Allgäu haben wir jemand, die im katholischen Kirchenchor ist und auch hier in Bad Meinberg sind einige Gemeinschaftsmitglieder, die regelmäßig in die Kirche gehen. Es gibt solche, die Moslems sind und regelmäßig auch die Gebetspraxis dort üben. So gibt es also verschiedene Verbindungen mit anderen Religionen. Auch das ist charakteristisch bei Swami Sivananda gewesen, das ist charakteristisch in unserer Yoga Vidya Ashramgemeinschaft. Wir lehren klassisches Yoga, aber wir lehren auch Naturheilkunde. So gibt es manche, die hier Rohkost gerne leben, manche, die ihr Leben ausrichten nach den Lehren von Bruker, Kollath und Bircher Benner und Schnitzer. Es gibt manche, die setzen andere Naturheilkunde um. Wir verbinden Ayurveda mit modernen Gesundheitslehren. Wir lehren auch westliche Anatomie in unseren Yogalehrerausbildungen. In den Yogatherapie-Ausbildungen spielt die westliche medizinische Forschung auch eine große Rolle. Wir verbinden das auch mit modernen westlichen Psychotherapien. Wir haben ja auch die psychologische Yogatherapie-Ausbildung. Es gibt moderne Formen der Kommunikation, wie z.B. auch die gewaltfreie Kommunikation. Auch das spielt in unserer spirituellen Gemeinschaft eine Rolle. Wir bemühen uns, unser menschliches Miteinander auszurichten auch auf Prinzipien, die sich im Westen entwickelt haben, wie die gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg, wie Gemeinschaftsprinzipien nach Scott Peck, wie andere Gemeinschaftsprinzipien, die sich in der Kommunen- und Gemeinschaftsbewegung der 60er Jahre in Europa und viel früher in Amerika entwickelt haben. Wir richten uns aus an den Prinzipien der humanistischen Psychologie, wir richten uns aus auf demokratische Prinzipien. All das ist natürlich ein großes Experiment, klassische indische Spiritualität, andere spirituelle Richtungen, Yoga-Energiearbeit mit anderer Energiearbeit zu verbinden. Die klassischen indischen Guruprinzipien: Der, der länger dabei ist, weiß mehr. Der die tieferen Erfahrungen hat, der sollte auch mehr zu sagen haben. Das wird verbunden mit westlicher Demokratie, Basisdemokratie, repräsentative Demokratie, all das findest du bei Meditation Vidya. Aber es gibt auch Teamleiter und es gibt Bereichsleiter, Ashramleiter und ich, Sukadev, als Leiter von Yoga Vidya, habe natürlich auch eine besondere Autorität und manchmal herrscht auch mein Wort vor. Es ist wirklich ganz spannend. Das macht die Kreativität von Yoga Vidya aus, das macht das Faszinierende aus, es macht aber auch das aus, dass Yoga Vidya nicht so ganz einfach ist. Yoga Vidya ist nicht quadratisch, praktisch, gut, sondern Yoga Vidya ist sehr häufig das Sowohl-Als-Auch. Aber in jedem Fall ist es ein Ausrichten an hohen Idealen, ein Ausrichten des Lebens an Spiritualität. Unsere Ziele sind Selbstverwirklichung, unsere Ziele sind, etwas Gutes zu bewirken, unsere Ziele sind, von den kleinen Bedürfnissen des Egos wegzukommen und uns eins zu fühlen, miteinander verbunden fühlen, verbunden fühlen mit Mutter Erde, verbunden fühlen mit dem Göttlichen. Und wir wollen wachsen als Diener am Göttlichen, als Diener an der spirituellen Wirklichkeit.

Das war es für heute, das nächste Mal mehr. Mein Name, Sukadev von www.yoga-vidya.de. Wenn du selbst in einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft mitwirken willst, vielleicht Selbst Teil einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft werden willst, gehe doch auf unsere Internetseite unter www.yoga-vidya.de. Da gibt es oben rechts ein Suchfeld und dort gib einfach ein „Gemeinschaft“ oder „Lebensgemeinschaft“ und dort findest du alle Informationen über Mitarbeit bei Yoga Vidya und was es heißt, Mitglied unserer Lebensgemeinschaft zu sein und du lernst, Was es heißt, immer im Ashram zu leben. Und mein Tipp wäre, probiere es doch aus. Wenn du etwas wirklich Sinnvolles tun willst, wenn du wirklich spirituell wachsen willst, wenn du wirklich etwas Gutes bewirken willst, dann werde Teil einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft. Wirke mit, es gibt kaum ein besseres Leben. Das ist meine feste Überzeugung. Yoga ist gut für alle, egal, in welchem Lebensstadium du bist und wo du es machst. Yoga kann in jedem Fall das Leben bereichern. Leben in einer Lebensgemeinschaft, in einer Yoga Lebensgemeinschaft, ist das großartigste Leben, das es geben kann. Vielleicht übertreibe ich etwas, aber das ist nun mal meine Überzeugung.

Alles Gute, bis zum nächsten Mal!

Dies ist eine Folge des Lebensgemeinschaft-Podcasts von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Hier geht es um die Yoga Vidya Gemeinschaft. Hier erfährst du, was es heißt, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, in einem Ashram. Das Konzept ist: Sinnvolles Leben für eine bessere Zukunft. Gemeinsam leben, Yoga praktizieren, gemeinsam mitwirken an einer besseren Zukunft. Willst du mehr darüber erfahren? Dann findest du viele Infos unter

Fortsetzung folgt in einer Woche

Der indische Ashram – die klassische spirituelle Lebensgemeinschaft

im Kreis der Schüler am FlussMeditation Vidya Lebensgemeinschaft, Teil 2

Namaste und herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe des Yoga-Vidya-Lebensgemeinschafts-Podcasts. In diesem Podcast will ich sprechen, was es heißt, in einer spirituellen Lebensgemeinschaft zu leben, in einer Yoga-Gemeinschaft, mit anderen Worten, in einem Ashram. Das letzte Mal hatte ich etwas gesprochen über meinen eigenen Lebensweg, wie ich zum Yoga gekommen bin, natürlich sehr kurz, und dass ich seit 1982 in Yogagemeinschaften lebe. Ich hatte einiges erzählt, was das Gute ist und das Schöne, in einer Yogalebensgemeinschaft zu Leben. Vielleicht ein paar Aspekte noch, die ich in den Sivananda Yogazentren kennengelernt habe und die ja letztlich auch für die Yoga Vidya Gemeinschaften von Bedeutung sind. Die Sivananda Yogagemeinschaften beruhen natürlich auf den Gemeinschaften, die Swami Sivananda begründet hat. Und das wiederum beruht auf der uralten indischen Ashramgemeinschaft. In Indien sind Menschen in den Wald gegangen, um dort Yoga zu leben, Yoga zu lernen. In früheren Zeiten war es sogar üblich, dass spirituell interessierte Jugendliche einige Jahre zum Meister gegangen sind, dem Guru, und in einer kleinen spirituellen Gemeinschaft im Wald gelernt haben. Charakteristisch war dort, dass die Schüler im Haushalt mitgeholfen haben, alle Arbeiten gemacht haben, die notwendig sind. Das konnte Landwirtschaft sein, das konnte Handwerk Sein, das konnte letztlich das Mitwirken an Büchern sein, je nach dem Beruf des Lehrers. So konnten Ashrams ausgerichtet sein, man würde heute sagen, wie eine autarke Lebensgemeinschaft, Selbstversorgung, es konnte aber auch sein, dass es ein landwirtschaftlicher Betrieb war, es konnte sein, dass dort Bücher erzeugt wurden, es konnte sein, dass dort Besucher hinkamen, es konnte auch sein, dass es eine sehr stark asketische Gemeinschaft war, die von Almosen gelebt hat. Almosen konnten sein, von einem reichen Mann, der der Mäzen dieser Gemeinschaft war, sei es, dass die Gemeinschaftsmitglieder dann in die nächsten Orte gegangen sind und gebettelt haben. Also verschiedene Formen von Ashrams gab es schon in den alten Zeiten. In den Ashrams in Indien gab es auch wieder verschiedene Formen. Man kann sagen, es gab solche, die sich nur an Mönche ausgerichtet haben, dort war eben der Swami der Leiter der Gemeinschaft und er hatte dann so genannte Brahmacharis, also Novizen, die sich darauf vorbereitet haben, selbst Mönche zu werden. Dann gab es verheiratete Paare, die zusammen die Gurus waren, also Mann und Frau zusammen und dort sind dann die Jugendlichen in ihren Haushalt gegangen. Das Paar hat typischerweise Selbst schon Kinder gehabt, die Kinder sind aus dem Haus gegangen und so konnten sie dann eine Gruppe von Schülern aufnehmen, denen sie dann die nächsten bis zu zwölf Jahren die Grundlagen von Yoga und vielleicht auch die Grundlagen eines Berufes, eines Lebensunterhaltes gelehrt haben. Bei all diesen Formen der Gemeinschaft war immer, einfach Leben, erhaben denken, wichtig. Menschen, die in eine solche Ashramgemeinschaft gegangen sind, sind dort hingegangen, um spirituell zu wachsen. Sie wussten, es erwartet sie ein einfaches Leben. Das konnte entweder auf Dauer sein, wie im Fall eines Ashrams mit einem Swami als Oberhaupt, oder die Jugendlichen wussten, es ist für eine bestimmte Zeit. Und wenn die Lehrperiode zu Ende war, dann konnten sie anschließend wieder ein normales Leben führen, bzw. überhaupt mit dem Erwachsenenleben beginnen. In den Fällen, wo die Jugendlichen für eine bestimmte Zeit da waren, dann waren es zum Teil sogar die Gurus, die dann den Jugendlichen oder den jungen Männern und Frauen geholfen haben, einen Partner zu finden. Ob das alles immer so ideal war, wie das jetzt so klingt, ist eine andere Sache. Mindestens die Ideale waren so. Gut, die Meditation Vidya Lebensgemeinschaften sind an dem indischen Ashram-Ideal ausgerichtet, wie ich schon gesagt hatte. Und das indische Ashram-Ideal ist, wie du jetzt so ein bisschen gehört hast, eben Leben ausgerichtet auf spirituelle Entwicklung, Leben ausgerichtet an, einfach leben, erhaben denken. Für manche Menschen ist das von Dauer, für manche Menschen vorübergehend. Wir nehmen jetzt keine Jugendlichen auf, es sei denn, die Jugendlichen kommen mit ihren Eltern, sondern es sind typischerweise Erwachsene, die zu den Yoga Vidya Lebensgemeinschaften kommen. Wir haben Menschen, die sehr jung kommen, Achtzehn-, Neunzehnjährige, in Ausnahmefällen hatten wir auch schon einen Siebzehnjährigen, der das Einverständnis seiner Eltern hatte, mache machen eins, zwei, drei Jahre Yoga, leben in der Gemeinschaft, bevor sie dann studieren oder einen anderen Beruf lernen. Manche merken, ja, das ist eigentlich das, was sie auf Dauer machen wollen. Viele kommen, nachdem sie eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Manche kommen mit ihren Kindern hierher. Manche kommen hierher, nachdem die Kinder aus dem Haus sind. Und manche kommen so ein paar Jahre vor ihrer Rente zu uns. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten. Manche kommen zu uns aus einer persönlichen Krise, vielleicht eine Beziehung in die Brüche gegangen, vielleicht eine schwere Krankheit überwunden, vielleicht aus einer psychischen Krise, einem Burnout, vielleicht einem beruflichen Misserfolg, Pleite ihrer Firma, vielleicht eine Kündigung. Manche kommen hierher, nachdem sie sich fragen: „Was soll das Ganze, was ich bisher gemacht habe?“ Manche haben begonnen, Yoga zu praktizieren und wollen ihr Leben dem Yoga widmen. Manche stellen fest: „Ich habe jetzt einiges für mich getan, ich will jetzt etwas zurückgeben.“ Viele Motive gibt es. Und für manche ist es wie eine Periode für eine gewisse Zeit, ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre Pause vom Alltag, sich regenerieren, Leben spirituell ausrichten, neue Kraft sammeln, um danach mit neuem Elan den Alltag wieder angehen zu können, spirituell gewachsen, vielleicht an Weisheit gewachsen. Und manche kommen schon gleich hierher, weil sie sagen: „Ja, ein solches Leben will ich führen. Denn letztlich, vor dem Hintergrund der Sterblichkeit und vor dem Hintergrund der Vergänglichkeit allen menschlichen Strebens, was könnte es Wichtigeres geben als spirituelles Wachstum? Und was könnte es geben, was wichtiger wäre als spirituelles Wachstum?“ Es gibt nichts Wichtigeres als das, es gibt deshalb kein sinnvolleres Leben als ein Leben, das ausgerichtet ist auf spirituelle Entwicklung. Und gerade darauf ist Leben in Ashrams ausgerichtet, gerade darauf sind spirituelle Lebensgemeinschaften ausgerichtet. Und so kann man sagen, es kann kaum ein sinnvolleres Leben geben, als Leben in einer spirituellen Ashram-Lebensgemeinschaft.

Wenn du mehr darüber Wissen willst, dann gehe doch auf unsere Internetseiten auf www.yoga-vidya.de. Dann gib oben rechts ins Suchfeld ein „Gemeinschaft“ oder „Lebensgemeinschaft“, dort findest du viele Informationen darüber. Wenn du bei Yoga Vidya neu bist, dann mache einfach mal an einem Einführungsseminar mit und mache vorher einen Termin aus, dass du in unserem Seva-Büro, also das Büro, das dich beraten kann über unsere Gemeinschaft, mache dort einen Termin aus, dann kannst du einiges erfahren. Und wenn du schon bei uns gewesen bist, dann sprich einfach mal mit unserem Seva-Team oder mache einfach mal eine Weile Mithilfe mit. Mithilfeprogramm steht für jeden sehr leicht offen. Mitglied zu werden in unserer Lebensgemeinschaft, da suchen wir schon aus, wer zu uns passt. Ich würde mich freuen, wenn du mal ausprobieren würdest, vielleicht ist die Meditation Vidya Lebensgemeinschaft etwas für dich und kann deinem Leben tiefe neue Impulse geben.

Das war es für heute, mein Name, Sukadev, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, www.yoga-vidya.de.

Dies ist eine Folge des Lebensgemeinschaft-Podcasts von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Hier geht es um die Yoga Vidya Gemeinschaft. Hier erfährst du, was es heißt, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, in einem Ashram. Das Konzept ist: Sinnvolles Leben für eine bessere Zukunft. Gemeinsam leben, Yoga praktizieren, gemeinsam mitwirken an einer besseren Zukunft. Willst du mehr darüber erfahren? Dann findest du viele Infos unter

Fortsetzung folgt in einer Woche

Ashram – Was ist das?

ImageAshram – was ist das überhaupt? Ashram heißt unter anderem “Zuflucht”. Ein Ashram ist ein Ort, an dem Menschen leben, die Yoga lernen, praktizieren und lehren wollen. Mehr über Ashrams erfährst du auf den Seiten des Yoga Wikis, unter http://wiki.yoga-vidya.de/Ashram

Kannst du in einem Ashram leben, wenn du willst? In Indien ist das nicht so einfach: Deutschland macht es den Indern schwer, in Deutschland zu leben – so macht es Indien Deutschen (und Österreichern und Schweizern) schwer, in Indien zu leben. Und die Inder sind froh, dass die Kolonialzeit zu Ende ist…

Es gibt jedoch auch Ashrams in Deutschland, z.B. gibt es die 4 Yoga Vidya Ashrams. In den Yoga Vidya Ashrams gibt es die Möglichkeit, dort als Seminargast oder Ausbildungsteilnehmer zu sein – dort lernst du Yoga in der klassischen Ashram-Atmosphäre. Und in den Yoga Vidya Ashrams kannst du auch für eine Weile oder dauerhaft als Mitglied der spirituellen Gemeinschaft leben. Auf eine gewisse Weise sind die Yoga Vidya Ashrams Lebensgemeinschaften – du kannst dort leben, Yoga praktizieren, arbeiten als Sevaka. In den Yoga Vidya Ashrams wird sogar basisdemokratisch entschieden – manches ist also ähnlich wie in einer Kommune.